Mein erstes Barcamp war das stARTcamp in Köln. Ich weiß noch genau, wie fremd mir das Format am Anfang war – keine Agenda, keine Speaker*innen, alle überlegen gemeinsam, worüber sie eigentlich reden wollen. Und plötzlich hielt ich da auf meinem ersten Barcamp auch direkt selbst meine erste Barcamp-Session. Die #BarcampLiebe war entfacht.
Seit 2014 schreibe ich hier immer wieder über Barcamps: was ein Barcamp eigentlich ist, warum die Vorstellungsrunde so viel mehr ist als nettes Beiwerk, wie du Räume gestaltest, die Gespräche fördern statt verhindern, welche Rolle die Moderation an so einem Tag spielt. Lauter einzelne Bausteine, über die Jahre verstreut.
Und dann kam Corona. Und dann kam der Alltag. Und plötzlich waren sechs Jahre um, ohne dass hier ein neuer Beitrag entstanden ist. Zeit, das zu ändern – und zwar mit etwas, das die alten Gedanken bündelt und in die aktuelle Zeit übersetzt: einem Praxisguide „Barcamps wirksam organisieren“.
Vom Tourismus zum Lebensraum
Die meisten meiner bisherigen Beiträge hier drehten sich um Barcamps im touristischen Kontext. Das hat sich bei mir mittlerweile beruflich stark verschoben: Tourismus lässt sich heute kaum noch getrennt von allem anderen denken, was einen Ort lebenswert macht – Mobilität, Kultur, Wirtschaft, Naturschutz, Ehrenamt. Bei Realizing Progress sprechen wir deshalb inzwischen von Lebensraummanagement.
Und genau dafür sind Barcamps ein fast ideales Format. Denn Lebensraummanagement ist eine Gemeinschaftsaufgabe: Die relevanten Fragen entstehen selten in einer einzelnen Organisation, sondern an den Schnittstellen zwischen ganz unterschiedlichen Akteur*innen. Ein Barcamp schafft genau dafür Raum, ohne dass vorher schon feststehen muss, welche Themen am wichtigsten sind.
Wenn dich der größere Zusammenhang interessiert, findest du dazu eine ausführlichere Version bei Realizing Progress: Wie gelingt Stakeholdermanagement im Lebensraummanagement?
Hier auf meinem Blog will ich es kompakter halten und dir direkt das mitgeben, was du brauchst, wenn du selbst ein Barcamp auf die Beine stellen willst.
Was der Praxisguide dir gibt
Der Praxisguide „Barcamps wirksam organisieren – Praxisguide für Tourismus, Lebensraummanagement und regionale Netzwerke“ ist keine wissenschaftliche Abhandlung über Unkonferenzen, sondern eine umsetzungsorientierte Anleitung. Du bekommst darin unter anderem:
- welches Barcamp-Format zu deinem Ziel passt (themenoffen, thematisch, regional oder organisationsintern)
- welche strategischen Fragen du vorab klären solltest
- worauf es bei Einladung und Kommunikation ankommt
- wie du Räume, Atmosphäre und Sessionplanung gestaltest
- was die Moderation vor Ort leisten muss
- wie du Ergebnisse dokumentierst, ohne das Barcamp zu ersticken
- fertige Checklisten und Vorlagen, die du direkt für dein eigenes Projekt nutzen kannst
Eine Sache, die mir dabei besonders wichtig war: Ein gutes Barcamp ist offen, aber nicht beliebig. Es lebt von Beteiligung, braucht aber trotzdem einen klaren Rahmen. Es wirkt informell – und muss gerade deshalb sorgfältig vorbereitet sein. Diese Balance zieht sich durch den gesamten Guide.
Für wen das gedacht ist
Ob du in einer Tourismusorganisation arbeitest, in der Stadt- oder Regionalentwicklung, bei einem Verband oder in einem Netzwerk: Wenn du unterschiedliche Menschen miteinander ins Gespräch bringen willst und dafür ein Format suchst, das wirklich funktioniert, ist der Guide für dich gemacht.
Praxisguide „Barcamps wirksam organisieren“ herunterladen
Und falls du beim Lesen merkst, dass du lieber jemanden an deiner Seite hättest, der das Format schon oft begleitet hat: Ich unterstütze auch bei Konzeption, Planung und Moderation deines Barcamps. Schreib mir einfach.

